Vorsatz – Vorsätze – Vorsätzchen

Na, schon gute Vorsätze fürs neue Jahr gefasst? Es ist doch jedes Jahr das gleiche Elend: Wir nehmen uns zu Beginn des neuen Jahres vor, nicht mehr zu rauchen, mehr Sport zu machen und weniger Alkohol zu trinken, netter zu unseren Mitmenschen zu sein und mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Aber warum setzen wir uns in jedem Jahr wieder die gleichen Vorsätze wie im letzten Jahr? Und warum sollte etwas zu Beginn eines Jahres klappen, was schon in den vergangenen 365 Tagen nicht geklappt hat? Taugen dann die Neujahrs-Vorsätze überhaupt oder sollten wir uns in diesem Jahr vornehmen, uns nichts vorzunehmen?

Man muss kein Wissenschaftler oder Psychologe sein, um zu wissen, dass nahezu keiner seine guten Vorsätze in die Tat umsetzt. Dazu reicht eine Umfrage im eigenen Umfeld. Und wenn doch einer behauptet, dass er schon 90 Tage kohlenhydratfrei gegessen, zehn äthiopische Kinder durch großzügige Spenden vor dem Verhungern gerettet und sich mit seiner Schwiegermutter versöhnt hat, dann verhöhnen wir diesen Menschen als kleinkarierte Spaßbremse – eine natürliche Reaktion auf den Neid, der uns plagt, weil wir es wieder nicht geschafft haben.

Aber warum schafft es der Eine – und die 99 anderen nicht? Als ich genau dies meinen klugen Mann fragte, hat mir das Buch “Ziele setzen, verfolgen, erreichen” von Brian Tracy in die Hand gedrückt. Und weil er weiß, dass ich kluge Bücher nicht ausstehen kann, hat er mir sogleich einen Absatz auf S. 19 markiert. Dort ist von einer Studie zu lesen, die zeigt, dass es sich durchaus lohnt, sich Ziele konkret zu setzen – und zwar ernsthaft, schriftlich und begründet. Studenten, die ihre Ziele konkret formulierten, waren im späteren Berufsleben wesentlich erfolgreicher als ihre Kommilitonen ohne bestimmte Ziele. Diese bekamen schwerer einen Job, verdienten weniger und waren unzufriedener mit ihrem Leben.

Nun, wenn wir diese Erkenntnisse auf unsere guten Vorsätze fürs neue Jahr übertragen, dann hilft nur noch, vor dem Öffnen der ersten Flasche Sekt sich hinzusetzen und sich mit klarem Kopf ernsthaft Gedanken über die Dinge zu machen, die wir gerne im neuen Jahr verbessern möchten und dies mit einer konkreten Zeitangabe, Kilo- oder Bier-Flaschen-Anzahl schriftlich zu fixieren. Dekorativ am Kühlschrank oder Schreibtisch aufgehangen, werden wir täglich an diese Ziele erinnert – und vielleicht auch beim Erreichen unterstützt. Hilfreich ist es sicherlich auch, sich keine riesigen Meilensteine vorzunehmen. Auch kleine Schritte in die richtige Richtung sind ein großer Erfolg.

Ich wünsche Euch in jedem Fall einen tollen Start ins neue Jahr. Kommt alle gesund und sicher rüber, lasst es ordentlich krachen und vertreibt die bösen Geister, damit ihr alle 2013 befreit loslegen könnt.

Bis zum nächsten Jahr
Eure Mama-Sosse

 

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